Jetzt, wo ich diese Hompage erstelle ist es an der Zeit, zurückzublicken wie alles begann. 1999 hatte keiner von uns geahnt, dass wir einmal 7 (8) Hunde besitzen werden.

 

Angefangen hat dies mit dem Wunsch meines Mannes, nach dem er eine Reportage über Siberian Huskies gesehen hat. Dies war der Anlass, um mit unseren Kindern (damals 10 und 7 Jahre) einmal ein Schlittenhunderennen aufzusuchen.

 

Die Atmosphäre auf diesen Rennen war einfach atemberaubend. Das Jaulen der Hunde, welche schon beim Anlegen der Renngeschirre dem bevorstehenden Rennen entgegenfieberten fesselte uns von Anfang an. In dieser Vorbereitung der Hunde oder auch der Versorgung der Hunde nach dem Rennen waren alle Familienmitglieder aktiv eingebunden. Dies war wiederum für mich faszinierend und entsprach auch meinen Vorstellungen von einem Hobby. Es war eine Beschäftigung für die ganze Familie. Ganz anders als andere Hobbys, wo es einen Spieler gibt und die Eltern eher als Zuschauer oder Fahrer fungieren.



Diese Hunde sind nicht nur schön, sondern sie haben auch ein freundliches Gemüt, sind sehr temperamentvoll, Arbeits- und Schmusetiere, welche sich über jede freie Hand erfreuen, die sie streichelt und krault. 

 

Ich glaube, dass dieses Rennen ausschlaggebend dafür war, dass wir uns im Frühjahr 1999 unseren ersten Siberian Husky gekauft haben. 

 

Vor dem Kauf haben wir uns gut über diese Rasse informiert. Wir wussten, dass diese Hunde ausgesprochene Energiebündel und sehr temperamentvoll sind. 

 

Unsere Fine lieferte uns dafür jeden Tag den Beweis auf ein Neues. Auch im Welpenalter war ihr diese Gabe schon gegeben, so dass wir den Maschendrahtzaun schon nach kurzer Zeit in einen stabileren Zaun ersetzen mussten.

 

Fine kauften wir von Mike und Kerstin Blaszynski. Sie haben ein gemischtes Rudel und unsere Fine war eher ein „Unfall“, welcher sich während eines Telefonates ereignete. Mike und Kerstin waren die ersten Musher die wir kennen gelernt haben. Sie lieben ihre Huskies und blühen mit ihnen auf . Zu ihnen pflegen wir seid dem Kauf von unserer Fine ein freundschaftliches Verhältnis. Auf Rennen waren sie immer für uns der erste Anlaufpunkt. Sie waren es, die uns in die Familie der Musher aufnahmen.

Um unserer freiheitsliebenden Fine Einhalt zu gebieten, musste das Grundstück ausbruchsicher sowohl nach oben als auch nach unten umgebaut werden. Kurz gesagt wir errichteten jetzt eine kleine Festung. 

 

Trotzdem gelang es unserer Fine immer wieder, die „Freiheit“ zu erlangen. 

 

Das im Zwinger „eingesperrt“ sein, war ihr bis ins hohe Alter (12 Jahre) immer ein Greul. Keine Anstrengung war ihr zu groß, um den Zaun zu überwinden. Um den Zaun zu überwinden hatte sie sich über die Jahre erfolgreich eine eigene Strategie erarbeitet. Die anderen konnten nur „jaulend“ hinterher schauen. Bisher hat sich das keiner von unseren anderen Huskies abgeguckt.

Um der langen Weile entgegenzuwirken kauften wir uns im Herbst des gleichen Jahres einen zweiten Husky. Mit Dakota wurde dies aber auch nicht besser. 

 

Im Gegenteil es ist wie mit Kindern, was der eine nicht weiß und kann gelingt bestimmt dem zweiten und so war es auch bei unsern beiden Huskies. 

 

Mein Mann war der Meinung, dass die „Wirkung“ der Huskies am Wagen viel besser als am Fahrrad ist und so entschlossen wir uns kurz danach, unser Rudel auf 4 Hunde zu erweitern. Weiterhin war das Grundstück ja mittlerweile in eine Festung umfunktioniert worden und so stand dem nichts mehr im Wege. 

 

Unser Benny, den wir wohl eher als Mitleid gekauft hatten, sollte im darauf folgenden Jahr unser Rudel vergrößern.

Bei einem Spaziergang sind uns alle 3 Huskies weggelaufen. Trotz rufen und hinter rennen war es uns nicht möglich, diese wieder einzufangen.

 

In einer völlig entgegengesetzten Richtung (ca. 5 km Entfernung) verursachten sie einen Unfall. Unsere Fine wurde bei diesem Unfall leicht verletzt und von Dakota und Benny war keine Spur. Mit Hilfe eines Autofahrers war es uns möglich, Dakota wieder einzufangen. Benny suchten wir weiter vergebens. Wir fuhren wieder nach Hause.

 

Dakota jaulte die ganze Nacht und wies mit ihrem jaulen Benny (noch Welpe) den Weg nach Hause. Keiner von uns konnte auch nur ein Auge zu machen und gegen Mitternacht traf er dann endlich wieder bei uns ein. Die Tränen der Kinder versiegten, als wir ihn endlich wieder in den Arm nehmen konnten. Leider war unser Benny nicht lange bei uns. Er verstarb noch im gleichen Jahr.                   

Ende des Jahres wollten meine Tochter und ich uns eigentlich nur einen Welpen (in Thüringen) ansehen.

 

Als wir dann gegen Mitternacht wieder zu Hause eintrafen, stellte ich meinem Mann dann unsere Baya vor, welche ein weiteres Mitglied im Rudel wurde. Baya war beim Kauf schon fast 15 Wochen alt und hatte die Trennung von ihrem Rudel nicht so leicht verarbeitet.

 

Die erste Nacht schliefen die Welpen immer mit unsern Kindern, erst danach wurden sie in ihr neues Rudel integriert. Die Integrierung im Rudel verlief immer ohne Probleme. Die Welpen wurden immer sofort liebevoll von den „alten" Rudelmitgliedern aufgenommen.

Im darauf folgenden Jahr folgte dann unsere Funny. Funny stammt aus dem Zwinger „vom Betuniensteg“ von Helmut und Christa Hamann, zu denen wir heute noch einen engeren Kontakt pflegen.

 

Mit Funny war dann erst einmal unsere Rudelplanung beendet. Meine Tochter hat so oft es ihr möglich war ihren Mittagsschlaf im Freien -mit Funny- verbracht, so dass sie voll und ganz auf sie fixiert war.

 

Zwischendurch wurde noch ein Tainingswagen gekauft. Da uns die weitere Ausrüstung noch fehlte (Pick Up und Wohnwagen) konnten wir immer nur an Rennen teilnehmen, welche in unserer Nähe statt gefunden hatten. Dies war für uns zu dieser Zeit erst einmal noch nicht so ausschlaggebend. Wir wohnen in einer wunderschönen Gegend, wo wir die Möglichkeit haben Feld- oder Wiesenwege zu nutzen, welche wir individuell (längenmäßig) selbst festlegen können.



2004 kauften wir uns ein Haus, welches wir dann um- und ausbauten.

 

2008 waren die größten Aufgaben geschafft. Mein Mann fing an, darüber nachzudenken, sein jetzt älteres Rudel wieder zu erweitern.

 

Unsere neue Anlage lieferte ausreichend Platz und wurde von den „älteren“ Damen nur wenig genutzt und zusätzlich wollten wir den uns lieb gewonnen Hobby weiterhin treu bleiben.

 

Die Liebe zu dieser Rasse und den Tieren ist bisher noch nicht versiegt. Das Gegenteil ist der Fall, die Kinder, welche immer mehr flügge werden treiben uns immer weiter in diesen faszinierenden Sport. Hier sehen wir unsere weiter Aufgabe und Verpflichtung, welche uns aufblühen und wachsen lässt.



2008 kauften wir dann unsere Nury. Nury stammt ebenfalls aus dem Zwinger „vom Betuniensteg“ von Helmut und Christa Hamann.

 

Beide informierten wir gleich über unseren weiteren Wunsch und so wurde dann 2009 unsere Onik mit in unser Rudel aufgenommen. 2010 hatten wir eigentlich vor, gleich 2 (weibliche) Welpen zu erwerben. Leider gab es in diesem Wurf nur eine Hündin, so dass sich unser Wunsch leider nicht erfüllt hatte und wir nur unsere Pearl mitnehmen konnten.



Nury (rechts), Onik und Pearl (Welpe)

Langsam wuchs in uns der Wunsch, selber zu züchten.

 

Wir hatten uns hervorragende Hunde angeschafft, welche unglaublich schnell und gleichzeitig auch noch wunderschön aussehen, warum sollten wir nun nicht selber züchten?

 

Ausreichend Platz war vorhanden. Mehr und mehr steigerten wir uns beide in diesen Traum hinein, welcher immer mehr als Wunsch heranwuchs.

 

Durch meine Schichtarbeit war dies aber allein nicht zu bewältigen, so dass wir zusätzlich noch zuverlässige Hilfe benötigten. Meine Tochter wohnt noch zu Hause und ist genau so mit dem Husky Virus „infiziert“ wie wir. Da auch sie ebenfalls im Schichtsystem arbeitet, hat sich meine Schwiegermutter bereiterklärt, uns bei diesem Vorhaben tatkräftig zu unterstützten.

Das war für uns der Startschuss.

 

Der Zwinger wurde noch einmal erweitert, es erfolgte die Zwingerabnahme und wir beantragten einen Zwingernamen. Fast zeitgleich wurde unsere Nury für die Zucht vorbereitet (HD-Röntgen, Augenuntersuchung und Körung).

 

Mein Mann baute fleißig die Wurfkiste, welche ihm super gelungen ist. Sie sieht aus wie eine kleine Puppenstube und wir fieberten der Zulassung immer mehr entgegen.

 

Frau Hamann, welche langjährige Zuchterfahrungen bereits aufweist, hat uns in dieser Zeit tatkräftig unterstützt. Sie ist bei Fragen und Problemen für uns immer der erste Anlaufpunkt und erweist sich als große Hilfe. Wir sind froh, dass wir Hunde aus ihren Zwinger gekauft haben und sie hierdurch kennen gelernt haben.



Unsere Nury lies sich Zeit und wir hofften und warteten. Endlich war der Zeitpunkt X gekommen.

 

Am 14.08.2011 fuhren wir dann mit ihr zum Deckrüden. Nicht nur für unsere Nury war es das erste mal, sondern auch für uns. Dies war einfach beeindruckend. Nury war (nach dem Deckakt) außer sich vor Freude. So „ausgeflippt“ hatten wir sie noch nie erlebt.

 

So, dass war jetzt geschafft.

 

Nun warteten und hofften wir, dass der Deckakt erfolgreich war.

 

Mittlerweile zeigten sich viele positive Anzeichen. Dennoch wollte ich es genau wissen. Auch meine Tochter war sehr ungeduldig und neugierig, so dass wir am 13.09.2011 den Tierarzt aufsuchten.  Die Ultraschall-

untersuchung lieferte eindeutige Ergebnisse, unsere Nury wird uns im Oktober Welpen schenken. Unser Wunsch hat sich erfüllt.

 

Am 16.11.2011 schenkte Nury dann 6 gesunden Welpen das Leben.